Drohnen für Immobilienmakler | Praxisbeispiel

Als Immobilienmakler Drohnen gezielt einsetzen…

 

…wie Du Dich mit einem Quadrocopter gezielt positionierst und Deine Kunden durch Luftaufnahmen überzeugst!

 

Drohnen helfen Immobilienmaklern gezielt bei Ihrer Positionierung und dem Aufbau eines einzigartigen Alleinstellungsmerkmals. Wir haben ein Praxisbeispiel gefunden und nicht locker gelassen, bis Immobilienmaklerin Gudrun Wellershausen aus Koblenz von ImmoLotse24 uns dazu Rede und Antwort steht.

Dazu haben wir einige Fragen für das nachfolgende Interview gestellt, die für Dich als Immobilienmakler, der über den Einsatz von Drohnen bei seiner Arbeit nachdenkt, besonders spannend sind.

Praxisbeispiel – Der Einsatz von Quadrocoptern für die Immobilienvermarktung


Weitere Videos aus der Praxis gibt es auf dem Youtube-Kanal von ImmoLotse24

Zum Einsatz kam ein Quadrocopter der Firma DJI, nämlich der Phantom 3.

Das Interview mit Immobilienmaklerin Gudrun Wellershausen aus Koblenz

 

Wie kamen Sie das erste Mal in Berührung mit Luftbildaufnahmen von Immobilien und wann entstand die Idee, solche Aufnahmen bei der Vermarktung von Häusern und Wohnungen einzusetzen?

Das erste Mal hatte ich den Gedanken, Luftbildaufnahmen oder Videos von Immobilien einzusetzen in 2014, als ich den Auftrag zum Verkauf eines Mühlenanwesens bekommen sollte. Den ganzen Charme des Anwesens konnte man mit herkömmlichen Fotos gar nicht einfangen.

 

Wenn Sie sich an die Anfangszeit zurückerinnern: Welche Fragen und Probleme standen im Vordergrund und welche Lösungen haben Sie dazu gefunden?

Neben der finanziellen Investition war natürlich die wichtigste Frage, wer sich mit der
Technik des Copterfliegens und den rechtlichen Anforderungen auseinandersetzen sollte. Und
wer regelmäßig bei gewerblichen Einsätzen für die Einhaltung der Formalitäten sorgt.

(Anmerkung: Der gewerbliche Einsatz von Coptern/Drohnen erfordert die Einhaltung
gesetzlicher Bestimmungen. Da diese in den Bundesländern unterschiedlichen sind, gehen wir
an dieser Stelle nicht weiter darauf ein.)

 

Wie schnell lernt man das Fliegen eines Quadrocopters, ist das kompliziert, kann es jeder lernen?

Diese Fragen kann man nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Es kommt sicher primär
auf den Coptertyp an (da gibt es ja sehr große Unterschiede), aber auch auf das technische
Verständnis des Lenkers.

Wer oft Gelegenheit zum Fliegen hat, lernt es schneller, als jemand, der sich wenig damit beschäftigt. Ich persönlich bin nicht so technisch versiert, für mich wäre es schwieriger gewesen, als z.B. für meinen Partner, der die Betreuung des Copter-Projektes übernommen hat.

Bestimmt kann es jeder lernen, einen Copter zu fliegen. Für geschäftliche Ansprüche gehört aber auch noch mehr dazu, als das Gerät in der Luft halten zu können.

Für Immobilienaufnahmen/-videos sind z.B. der richtige Blickwinkel oder die optimale Umlaufbahn
wichtig und dabei gleichzeitig auch die Lichtverhältnisse zu beachten.

 

Für welche(n) Copter haben Sie sich entschieden?

Ich habe mich für eine Phantom 3 Prefessional entschieden und bin sehr zufrieden damit. Für meine Anwendungsanforderungen ist sie bestens geeignet.

 

Wie wird der Einsatz von Multicoptern von Immobilienverkäufern angenommen?

Luftbildaufnahmen oder Videos von Immobilien anzubieten ist eine reine Imagefrage. Man
hat als Makler oft ein Alleinstellungsmerkmal und die Kaufinteressenten sind sehr zufrieden
mit der erweiterten Objektpräsentation.


Allerdings werden durch dieses Angebot keine zusätzlichen Vermarktungsaufträge generiert.
Immobilien-Verkäufer nehmen das Angebot gerne an, wenn ihnen dadurch keine zusätzlichen
Kosten entstehen.

 

Welche Tipps haben Sie für Immobilienmakler in anderen Regionen, die gerade im Moment überlegen, ebenfalls mit dem Einsatz von Coptern ein Alleinstellungsmerkmal Ihres Unternehmens aufzubauen?

Für gewerbliche Aufnahmen sollte man unbedingt eine verantwortliche Person im Unternehmen haben, die sich zeitlich auf das Thema einlassen kann: Formalitäten, Versicherung, Schulung, Übungsflüge. Und dann muss aus einer Flug-Aufnahme ja auch noch ein vorzeigetaugliches Video erstellt werden

– Ende des Interviews


5 wichtige Punkte auf die Du als Immobilienmakler vor dem Einsatz einer Drohne für Luftbildaufnahmen von Häusern achten solltest

 

1. Drohnenflüge unterliegen gewissen Spielregeln

Der gewerbliche Einsatz von Drohnen erfordert immer eine entsprechende Aufstiegsgenehmigung. Die einzelnen Regeln und Abläufe sind in den unterschiedlichen Bundesländern anders geregelt. Daher macht es keinen Sinn an dieser Stelle alle Regeln für alle Bundesländer und alle Abläufe aufzuführen, wende Dich bitte an die zuständige Stelle.

2. Klein, fein und handlich

Bei dem Kauf Deiner ersten Drohne solltest Du darauf achten, dass sie leicht zu transportieren ist. Beispielsweise hat der Hersteller DJI eine Drohne entwickelt, die faltbar ist. Das ist natürlich extrem gut für Immobilienmakler geeignet, die ihre Drohne im täglichen Einsatz haben. Hier geht es zur faltbaren DJI Mavic Pro. 

3. Flugdauer und Ladezeit

Ein wirklich gutes Video wirst Du kaum in 5 Minuten aufnehmen, auch wenn es später kaum länger sein wird. Im Schnitt liegen die möglichen Flugzeiten mit einem Akku zwischen 20 und 30 Minuten bei den professionellen Modellen.

Wenn Du mehrere Aufnahmen am Tag planst solltest Du Dir über zusätzliche Akkus Gedanken machen, denn das Aufladen des Akkus dauert relativ lange im Vergleich zur Flugzeit. Ein schnelles Laden zwischendurch ist nicht praktikabel. Hier findest Du Drohnen mit langer Flugzeit

4. Funktionen, Kamera und Filter

Die unterschiedlichen Modelle bieten unterschiedliche Funktionen, wie beispielsweise eine automatische Rückkehrfunktion oder ein Flug via Autopilot nach einer zuvor eingestellten Route. Gerade am Anfang können diese Funktionen das Fliegen erleichtern und für hervorragende Ergebnisse sorgen.

Teilweise werden die Drohnen mit integrierten Kameras und Gimbals ausgeliefert und Du kannst die Kamera nicht ohne weiteres austauschen. Allerdings kannst Du verschiedene Filter zu unterschiedlichen Zwecken einsetzen. Mehr über ferngesteuerte Drohnen mit Kamera erfahren!

5. Professioneller Transport Deiner Drohne

Nichts ist schlimmer, als… Stell Dir vor Du bist auf dem Weg zu einem Aufnahme Termin und Deine kippt im Kofferraum ungesichert um. Das Resultat, die Propeller sind kaputt, davon solltest Du ohnehin im ein paar als Ersatz haben, oder die Drohne funktioniert gar nicht mehr.

Für den Transport solltest Du Deine Drohne immer in einem geeigneten Koffer absichern. Achte bei der Wahl des Koffers darauf, dass Du möglichst wenige Teile von der Drohne abbauen musst. Denn abschrauben und wieder anschrauben kostet etwas Zeit und Zeit ist Geld.

In der Regel sind die Koffer individuell auf die Drohne, bzw. das Modell abgestimmt und verfügen über weiteren Stauraum. Hier finden Akkus, Ladegeräte, Steuereinheit, Tablet, Tablet-Halter und weiteres Zubehör Platz.